12.12.2011 - Neues vom „Café Pille“
"Wippertal" WBG mbH plant Sanierung von „Café Pille“. Hier kn mit den
Einzelheiten...
Am 24.11.2011 fand in den Räumen der "Wippertal" WBG mbH ein Planerauswahlverfahren
zur Beauftragung eines Architekturbüros für die Sanierung des Gebäudes
Hauptstraße 10 (ehem. „Café Pille“) statt.
An diesem nahmen fünf regionale Büros teil, deren Aufgabe es
war, bei einem Umbau das Erdgeschoss, also die Räume des ehemaligen Cafés und
der Konditorei weitestmöglich zu erhalten. Zusätzlich waren Ideen zur Gestaltung
des Hofbereiches sowie der Baulückenschließung in der Lange Straße gefragt.
Grundlage für dieses Konzept waren mit dem Thüringer Ministerium für Bau,
Landesentwicklung und Verkehr (TMBLV) erfolgte Abstimmungen, die nach der
denkmalschützerischen Gebäudeanalyse des Architekturbüros Angermann &
Dietzsch vor einem knappen Jahr erstellt wurden. Die Untersuchungen stellten
die Grundvoraussetzungen für den weiteren Umgang mit dem Gebäude dar.
Die fachkundige Jury, der auch eine Vertreterin des Landesamtes für
Denkmalschutz angehörte, entschied sich nach intensiver Beratung für die
Sondershäuser AIG – Architektur- und Ingenieurgesellschaft mbH, Karsten
Schmidt. Das Büro konnte sich auch im Jahre 2009 im Wettbewerb um die
Realisierung des Gästehauses für die Landesmusikakademie durchsetzen.
Der
Entwurf sieht den weitgehenden Erhalt der Fassade zum Musikantenbrunnen und z.
B. die Beibehaltung der Travertinbekleidung vor.
Alle beteiligten Architekten sahen die vorhandene Bausubstanz als äußerst
kritisch an. Ein Planungsteam sprach sich für einen kompletten Neubau aus, da
die Kosten für die Sanierung unverhältnismäßig hoch seien.
Der favorisierte Entwurf von AIG sieht auch den Erhalt des westlichen Anbaus
der ehemaligen Bäckerei im Hof vor und ergänzt diesen mit Neubauanteilen, was
sich in der Kombination als sehr reizvoll darstellt. Selbstverständlich bietet
sich der nach Süden ausgerichtete Hofbereich auch als Caféterrasse an. Wegen
der beträchtlichen Größe der Hoffläche, welche erst jetzt nach Freimachung
durch die Stadt Sondershausen erkennbar wurde, wäre eine zusätzliche Bebauung
bei Bedarf möglich.
Nach erfolgter denkmalgerechter Sanierung des ehemaligen Cafés, bei der der
Erhalt der historischen Bauteile eine wichtige Rolle spielt, könnte das zuvor
restaurierte Mobiliar, das vorausschauend sicher eingelagert worden ist, wieder
Einzug in den ursprünglichen Standort halten.
Die "Wippertal" WBG mbH hatte sich bereits vor Jahren gegenüber dem
jetzigen Eigentümer, der Stadt Sondershausen, zur Gebäudeübernahme bereit
erklärt, wenn es einen ernsthaften Nutzer und mit ihm auch spätere
Mietzahlungen für das Café geben würde. Da es diesen jetzt gibt, ist eine sehr
wichtige Voraussetzung für das Projekt gegeben. Selbstverständlich besteht
sowohl seitens der "Wippertal" WBG mbH als auch des neuen Betreibers
Bereitschaft, z. B. mit einer Seniorengruppe zu kooperieren.
Die Vermietung der im Obergeschoss entstehenden ca. 5 barrierefreien Wohnungen
wurde bei dieser zentralen und somit gefragten Wohnlage nie als besondere
Schwierigkeit angesehen.
Die "Wippertal" WBG mbH wird daher die AIG mbH veranlassen weitere
Planungsschritte durchzuführen und eine Kostenschätzung zu ermitteln. Auf Basis
dieser Planung können im Jahr 2012 Gespräche mit den Fördermittelgebern (Thüringer
Innenstadtinitiative „Genial Zentral“) durchgeführt werden. Sollten diese in
wirtschaftlicher Hinsicht zufriedenstellend verlaufen und zu einer für die
"Wippertal" WBG mbH vertretbaren Finanzierung beitragen, könnte die
Realisierung des Bauvorhabens im Jahr 2013 erfolgen. Ob das neue Café dann den
Namen des früheren Eigentümers beibehält oder „Café Schwarzburg“ heißen wird,
ist jetzt noch die Frage.
Eckhard Wehmeier
Geschäftsführer "Wippertal" WBG mbH
www.wbg-wippertal.de
(Quelle: Kyffhäuser-Nachrichten vom 06. Dezember 2011, khh)



